Jupa-Projekt 2020: «Mission takeover!»

Worum geht’s?

Bei der «Mission takeover!» geht es darum, dass deine Stimme in deiner Gemeinde gehört wird!

Denn: Würdest du gerne mal an einer Gemeinderatssitzung teilnehmen? Nein? Weshalb nicht? Hast du keine Lust, nur still dazusitzen und nicht mitreden zu dürfen? Oder interessieren dich ein paar der Themen schlicht nicht?

Die «Mission takeover!» setzt genau da an! Bei denjenigen Themen, die dir und deinem Jupa am Herzen liegen, sollt ihr mitreden können – direkt und ungefiltert, face-to-face mit der Gemeindeexekutive. «Übernimm» eine Gemeinderatssitzung und bring deine Sichtweise mit ein!

Wenn es in der Sitzung beispielsweise darum geht, ob und wie das Schulhaus renoviert werden soll, kannst du deine Erfahrungen als (ehemaligeR) SchülerIn einbringen. Oder wenn der öV zur Diskussion steht, kannst du dich dafür einsetzen, dass es gute Verbindungen gibt, um in den Ausgang zu gehen – oder darlegen, weshalb das eben genau nicht nötig ist. Oder vielleicht geht es um die Beschaffung von neuen Computern für die Gemeindeverwaltung. Falls du der/die einzige Digital Native im Raum bist, solltest du dazu definitiv angehört werden!

Wie läuft ein Takeover ab?

Zusammen mit anderen Mitgliedern deines Jupas nimmst du an einer Gemeinderatssitzung (Exekutive) in eurer Gemeinde (oder für kantonale Jupas auch auf Kantonsebene) teil. Zuallererst habt ihr das Wort, um eure Gedanken zur Zukunft unseres Milizsystems zu präsentieren – oder anders gesagt: Wie müssen nebenberufliche politische Ämter gestaltet sein, dass wir auch in Zukunft Nachwuchs dafür finden? Was müsste sich ändern, damit du (noch lieber) für den Gemeinderat kandidieren würdest?

Dabei könntet ihr beispielsweise auf folgende Ideen aus der Soirée Politique eingehen und euch fragen, ob diese in eurer Gemeinde sinnvoll wären:

  • Mentoring-Programm für junge GemeinderätInnen: Befürchtet ihr, mit einem Gemeinderatsamt überfordert zu sein? Der/die AmtsvorgängerIn könnte neue Ratsmitglieder beispielsweise in der ersten Phase begleiten und Schritt für Schritt in die Aufgaben einführen. Ist das aus eurer Sicht nützlich oder eher bevormundend?
  • The future is digital: Wäre es förderlich, wenn alle Dokumente digital zugänglich wären und man an den Sitzungen per Videocall teilnehmen könnte? Oder drückt der Schuh vielmehr anderswo?
  • Dienstpflicht für alle: Mangelt es an Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement? Die aufgewendete Zeit könnte an die zu leistenden Diensttage in der Armee angerechnet werden. Doch was ist mit den Frauen? Ist deshalb eine Dienstpflicht für alle zielführend?

Weitere Ideen findet ihr hier. Der DSJ thematisierte das Schweizer Milizsystem bereits 2019 (z.B. an der Soirée Politique und der Miliztagung). Diese Diskussion soll mit der «Mission takeover!» in den einzelnen Gemeinden ganz konkret weitergeführt werden.

Nach eurem kleinen Vortrag beginnt die reguläre Sitzung. Wenn du zu einem Thema etwas zu sagen hast, schwingst du den «Mission takeover!»-Hammer und machst so auf dich aufmerksam. Du kannst dich zum Traktandum äussern, eine Rückfrage stellen oder eine themenbezogene Anmerkung anbringen. Wer weiss, vielleicht bringt dein Beitrag ja den einen oder die andere alteingesesseneN PolitikerIn ein wenig ins Schwitzen!

Wo finden die Takeover statt?

Im Herbst 2020 finden in neun verschiedenen Gemeinden Takeover statt. Diese werden von den jeweiligen Jugendparlamenten organisiert.

Wer kann mitmachen?

Die «Mission takeover!» findet in Zusammenarbeit mit interessierten Jugendparlamenten und Gemeinden statt.

Wer organisiert’s?

Für die «Mission takeover!» spannt youpa mit dem DSJ-Bereich Grundlagen Politische Partizipation GPP zusammen. GPP setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die politische Partizipation und die politische Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf allen föderalen Ebenen ein.


Bei Fragen kannst du dich gerne bei Olivia melden:
olivia.borer @ dsj.ch, 031 384 08 03.

«Mission takeover!» im Bundeshaus – Treffen mit Hans Stöckli

Mit der freundlichen Unterstützung von

Anna Maria und Karl Kramer-Stiftung

Kontaktperson

Olivia Borer

Teamleiterin Gründungen und Support Jugendparlamente

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