Europaweite Anerkennung für das innovative Engagement in Glarus

Medienmitteilung 14.11.2018

Die drei Glarner Gemeinden werden für ihr Engagement zur Förderung der politischen Mitwirkung von Jugendlichen geehrt. In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dessen Projekt engage.ch hat der Kanton Glarus seiner jungen Bevölkerung eine Stimme gegeben. Dieses Engagement wurde nun von mehr als 1’050 EuropäerInnen als sehr innovativ angesehen und das Projekt für einen «Innovation in Politics Award» nominiert.

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Im Rahmen des Projekts engage.ch des DSJ, führten die drei Glarner Gemeinden im Verlaufe dieses Jahres je einen «engage-Prozess» durch, um den Einbezug der jungen Bevölkerung in der Gemeindepolitik zu stärken und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Aus den über 365 von jungen GlarnerInnen online eingereichten Anliegen sind 18 Projekte entstanden, die nun von Jugendlichen und kommunalen PolitikerInnen gemeinsam umgesetzt werden. Der grosse Einsatz des Kantons Glarus für die Förderung der politischen Teilhabe seiner jungen BewohnerInnen sowie auch die innovative Herangehensweise des Projekts engage.ch sind nun für einen «Innovation in Politics Award» in der Kategorie Demokratie nominiert. Das Projekt hat sich gegen 600 weitere durchgesetzt und ist nun eines von 80 nominierten innovativen politischen Projekten aus ganz Europa. Die Verleihung des Awards wird am 17. November 2018 im Wiener Rathaus stattfinden.

Das nominierte Projekt «Engagement for Glarus»

Unter dem Slogan «Fehlt was? Mach was!» wurden alle in Glarus lebenden Jugendlichen zwischen 12–25 Jahren dazu aufgerufen, ihre Gemeinde mitzugestalten. Die drei Gemeinden haben ihre jungen BewohnerInnen über unterschiedliche Wege zur Mitwirkung motiviert. Via Onlineplattform, Schule, Briefpost oder Social Media wurden im ganzen Kanton über 365 Anliegen und Verbesserungsvorschläge für die drei Gemeinden eingereicht. Diese wurden an drei engage-Events diskutiert und daraus insgesamt 18 konkrete Projekte entwickelt. Die Jugendlichen wünschen sich zum Beispiel eine bessere Strassenbeleuchtung am Abend, die Nutzung des Schulhausplatzes für Sportangebote, eine bessere Abfalltrennung im öffentlichen Raum sowie die Nutzungsrechte der Turnhallen für Vereine auch während der Ferien. Letzteres Anliegen wurde bereits umgesetzt. Seit August 2018 können die Turnhallen der Gemeinde Glarus Süd jederzeit, also auch während der schulfreien Zeit, gebucht werden.

Innovation für die politische Nachwuchsförderung

Der DSJ, als Kompetenzzentrum für die politische Partizipation und die politische Bildung der Jugendlichen, setzt bei seinen Angeboten zur politischen Nachwuchsförderung auf innovative Ansätze, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Politik näher zu bringen. Dabei spielt digitale Innovation eine wichtige Rolle. Dadurch können neue Möglichkeiten der Partizipation entstehen, wie dies bei engage.ch der Fall ist. Wichtig dabei ist, dass die digitalen Angebote eine Schnittstelle zur realen Politik haben. Das persönliche Gespräch ist nach wie vor die treibende Kraft, um in der Politik etwas bewirken zu können. Mit Angeboten wie engage.ch oder easyvote möchte der DSJ die Jugendlichen in die politischen Partizipationsprozesse einbinden und sie dort abholen, wo sie sich im Alltag bewegen.


Kontakt

Melanie Eberhard, Projektleiterin engage.ch, melanie.eberhard@dsj.ch

Zu den Innovation in Politics Awards 2018

Die Preisverleihung des „Innovation in Politics Awards 2018“ findet zum zweiten Mal statt. Es handelt sich um einen europaweiten Preis für kreative und mutige politische Arbeit. Der Award wird vom Innovation in Politics Institute verliehen, einer europaweiten Organisation mit Hauptsitz in Wien und weiteren Standorten in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Schweden. Für einen Award sind 80 von über 600 eingereichten Projekten aus ganz Europa nominiert. Acht Projekte werden am 17. November in folgenden acht Kategorien geehrt werde: Zivilisation, Demokratie, Berufe, Wohlstand, Lebensqualität, Menschenrechte, Gemeinschaft und Ökologie.

Engagement for Glarus

Freie und vereinte Jugend an der JPK in Neuenburg

News 28.10.2018

Am Wochenende haben sich rund 180 Jugendliche von 34 Jugendparlamenten aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur 26. Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg getroffen. Im Zentrum standen Austausch, Ausbildung und politische Diskussionen in Form von Speed Debatings. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und in diesem Jahr mit dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto einer «freien und vereinten Jugend».

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„Das politische Engagement junger Menschen ist äußerst wichtig. Bei der Demokratie geht es um Diskussion und Debatte – man gewinnt nicht immer, was frustrierend sein kann. Als Mitglieder von Jugendparlamenten geben Sie jungen Menschen in der Schweiz eine Stimme - engagieren und verteidigen Sie Ihre Ideen weiter und beharren Sie, wenn Ihre Vorschläge nicht von Anfang an eine Mehrheit erreicht. Nutzen Sie dieses Wochenende zum Austausch, zur Bereicherung und auch - das ist nicht unvereinbar - zum Spaß haben! » – in diesem Sinne eröffnete am Freitag der Neuenburger Ständerat Raphaël Comte die dreitägige Jugendparlamentskonferenz JPK.

Rund 180 politisch engagierte Jugendliche aus drei Sprachregionen der Schweiz und aus Europa trafen sich in Neuenburg zur 26. Ausgabe der JPK. Auf die Teilnehmenden wartete ein breites Angebot an Workshops, Diskussionen und Ausflügen. Nebst der Ausbildung kam auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Der persönliche Austausch über die Parlaments- und Kantonsgrenzen hinweg ist für den Hauptveranstalter Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ ein zentraler Programmpunkt. 

Jugendparlamente vernetzen sich über die Grenzen hinweg

In diesem Jahr durfte der DSJ auch 24 Teilnehmende aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen. Patrizia Nideröst, Bereichsleiterin Jugendparlamente des DSJ, sagt: „Der Austausch mit Jugendlichen aus anderen politischen Gefilden und Sprachregionen ist eine grosse Bereicherung.“ Dies bestätigt auch die 17-jährige Esther. Sie ist aus dem englischen Newcastle in das schweizerische Neuenburg angereist: «Ich habe an der JPK viele Projektideen kennengelernt. Auch das Debattierformat Speed Debating war für mich neu. Der aktive Austausch in einem eher intimen Rahmen und auf Augenhöhe mit PolitikerInnen gefällt mir, die Hemmschwelle zur Diskussion ist kleiner als beispielsweise bei Podiumsdiskussionen».

Networking wird in den insgesamt 76 Jugendparlamenten in der Schweiz und Liechtenstein auch im politischen Alltag grossgeschrieben. So haben sich Anfang September dieJugendparlamente der Kantone Aargau, Bern, Basel-Stadt und Solothurn zum Polittag «Bundeshaus hoch vier» getroffen. Vier National- bzw. StänderätInnen der entsprechenden Kantone begleiteten die JugendparlamentarierInnen durch das Bundeshaus. Der Anlass war umrahmt von verschiedenen Workshops, einem Crashkurs in Lobbyingsowie einer Podiumsdiskussion. Die Jugendparlamente Stadt Chur und Kanton St. Gallen / AI / AR sind in den Vorbereitungen für einen ähnlichen Polittag.

Anfang Oktober haben sich ausserdem Jugendliche aus den kantonalen Jugendparlamenten Fribourg, Schwyz, Bern, Solothurn, Luzern, Zürich, Graubünden und beider Basel mit VertreterInnen von Jungparteien zur ersten Soirée Politique des DSJ getroffen. Der Abend bot Austauschmöglichkeiten über Kantons- und Parteigrenzen hinweg. Im Zentrum stand die Ausarbeitung konkreter Vorgehensweisen zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen. 

Doch die engagierten Jugendlichen schätzen nicht nur denpolitischen Austausch. Bei den jährlich stattfindenden «Jupa-Games» treffen sich JugendparlamentarierInnen jeweils zu einem Wochenende mit Sport, Spass und Party auf dem Programm. Auch an der JPK ist der Samstagabend, nach einem Tag voller produktiver Workshops und hitzigen Diskussionen an den Speed Debatings, für gemeinsames Feiern reserviert.

Jugendparlamente bilden sich weiter

Mit dem Support des DSJ haben sich in diesem Herbst auch neun Jugendparlamente auf „Mission engage“ begeben. Mit dem Angebot unterstützt der DSJ die Jugendparlamente, mit Hilfe einer Kampagne die Anliegen aller Jugendlichen aus ihrer Gemeinde, Region oder ihrem Kanton über die Partizipationsplattform www.engage.ch zu sammeln. Anschliessend besprechen die Jugendlichen an einem Anlass gemeinsam mit lokalen PolitikerInnen ihre Anliegen und entwickeln die Ideen in gemischten Projektgruppen weiter. Wie beispielsweise im Bezirk Nyon, wo ein Raum für künstlerisches Schaffen für die Jugend der 47 Gemeinden entstehen soll.

Wie man solche Projekte erfolgreich umsetzt, lernen die Jugendlichen unter anderem an den Workshops wie Projektleitung, Finanzen, Mitgliederverwaltung oder Marketing, welche an der JPK von erfahrenen DSJ-Mitarbeitenden geleitet werden.An der diesjährigen Konferenz wurde ausserdem die neue Gründungsbroschüre des DSJ präsentiert. Diese soll Jugendliche und Behörden beraten und unterstützten, um nachhaltige Strukturen zur Partizipation von Jugendlichen in der Gemeinde, Region oder dem Kanton in Form eines Jugendparlaments oder Jugendrats zu schaffen. 


Valeria Pagani, Teamleiterin Verbandskommunikation DSJ, 079 745 96 66 (D)

Damien Richard, Co-Präsident DSJ, 076 509 91 33 (F)

Jugendparlamentskonferenz in Neuchâtel vereint Jugend

Jupa News 21.10.2018

Vom 26. bis zum 28. Oktober treffen sich rund 180 Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung steht für eine freie und vereinte Jugend, ganz nach dem Motto „Une jeunesse libre et unie“.

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In Anlehnung an das diesjährige Motto vereint die JPK am letzten Oktoberwochenende politisch engagierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz und Europa. Die Veranstalter der jährlich stattfindenden JPK dürfen dieses Jahr neben den 140 Jugendlichen aus 34 Schweizer Jugendparlamenten (Jupas) auch 24 TeilnehmerInnen aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen.

Offiziell wird die diesjährige JPK durch die beiden Ständerate Didier Berberat (SP) und Raphaël Comte(FDP) eröffnet. Diese werden aber nicht die einzigen namhaften PolitikerInnen sein, denn so bietet die JPK mit den Speed Debatings am Samstag eine Zusammenkunft von lokalen und nationalen Politikern wie FDP-Nationalrätin Isabelle Moret, Parteipräsident der Grünliberalen Kanton Waadt François Pointet oder Nicolas Jutzet, Präsident der Jungfreisinnigen Neuchâtel.

Die JPK bietet ein vielseitiges Programm mit WorkshopsSpeed Debatings zu 13 aktuellen politischen Themen sowie verschiedene Ausflüge in und rund um Neuenburg. 

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Jungparteien und Jugendparlamente engagieren sich für Stärkung der politischen Bildung

GPP 06.10.2018

Die Soirée Politique des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ bot heute kantonalen Jugendparlamenten und Jungparteien Gelegenheit zum Austausch über die Stärkung der politischen Bildung. Rund 50 interessierte Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich dafür in Bern. Dabei wurde die konkrete Vorgehensweise zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen besprochen. Alle Anwesenden stimmten überein, dass eine bessere Stellung von politischer Bildung in den Schulen dringend nötig ist. Die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich führt zur Wahrnehmung der politischen Pflichten von BürgerInnen und schliesslich zur langfristigen Erhaltung des politischen Systems der Schweiz.

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Die kantonalen Jungparteien und Jugendparlamente bringen sich mit ihrer politischen Arbeit immer wieder für die Stärkung der politischen Bildung ein. Mit der ersten Soirée Politique des DSJ vom 06. Oktober 2018 fand dafür ein Austauschanlass in Bern statt. Ziel des Anlasses war es, engagierten Jugendlichen, welche sich für eine Stärkung der politischen Bildung einsetzen, eine Austauschmöglichkeit über Kantons- und Parteigrenzen hinweg zu geben. Diese Möglichkeit ergab sich den Teilnehmenden bei Diskussionsrunden während des Abendessens. Verschiedene ReferentInnen aus Forschung und der Praxis gaben zuvor Einblicke in die Entwicklung der politischen Bildung in der Schweiz (Stefanie Marolf, PHZH), in die Praxis eines zweisprachigen Kantons (Carole Angéloz, Kanton FR)und in Meinungsumfragen zum Thema bei der Bevölkerung, insbesondere bei Jugendlichen (Cloé Jans, gfs.bern).

Forschung belegt einen hohen Stellenwert der politischen Bildung

Obwohl die BürgerInnen in der Schweiz durch die direkte Demokratie und das Milizsystem viel politische Verantwortung tragen, werden politisches Wissen und politische Kompetenzen in den Schweizer Schulen vergleichsweise wenig gefördert. Diese Förderung ist allerdings wichtig für die langfristige Erhaltung des politischen Systems der Schweiz. Nur wenige Kantone verfügen dabei über ein Schulfach politische Bildung. Die Förderung der politischen Bildung wird in weiten Kreisen der Gesellschaft als wichtiger Reformbaustein für das Schweizer Politsystem betrachtet. Dies zeigt auch eine Studie des Forschungsinstituts gfs.bern aus dem Jahr 2014. Auch die Jugendlichen selber geben der politischen Bildung einen hohen Stellenwert. Gemäss dem easyvote-Politikmonitor 2017 geben zwei Drittel der SchülerInnen der Sek-II-Ebene an, dass die politische Bildung für sie zentral sei. 

Ermutigende Entscheide aus den Kantonen AG und TI

In der Schweiz liegt die Kompetenz der Bildungspolitik grösstenteils bei den Kantonen; so auch im Bereich der politischen Bildung. Daher muss bei den Kantonen angesetzt werden, wenn die politische Bildung gestärkt werden soll. Die Teilnehmenden der Soirée Politique folgten diesem Ansatz. Während des Abendessens, das die Stiftung StrategieDialog21 offerierte, diskutierten die JungpolitikerInnen und JugendparlamentarierInnen darüber, wie die politische Bildung in ihrem Kanton gestärkt werden könnte. Möglichkeiten dafür sind politische Vorstösse und Volksinitiativen. Dass solche durchaus eine Chance haben, zeigen die Kantone Tessin und Aargau. In diesen wurde die Einführung eines Fachs politische Bildung durch das Volk oder die Regierung kürzlich beschlossen.


Kontakt: Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 (0)79 394 52 86

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